Artikel-Schlagworte: „Web 2.0“

Auch Akademiker tun es

Freitag, 29. Januar 2010

Einer US-amerikanischen Studie zufolge twittern in den USA „nur“ etwa 30 Prozent aller Lehrenden, schrieb Campus Technology im August 2009. Wie ist das in Deutschland? Wo ist die bloggende Uni, der twitternde Professor? Kurz: Wie nutzt die Wissenschaft das Netz?

Mich beschäftigt dieses Thema, weil ich mit Studierenden der Angewandten Literaturwissenschaft in diesem Semester ein Institutsblog entwickelt habe, Litaffin, das einerseits in Inhalte des Studiengangs Einblick gibt, aber auch über studentische Projekte und allgemeine Themen des Literaturbetriebs informiert. Ich fragte mich, ob auch andere akademische Institutionen in Deutschland twittern, bloggen, und ob sie ihre Lehrinhalte über soziale Plattformen verbreiten. Angeblich haben die Kulturjournalisten an der Uni München ein Blog, aber wo? Die Kulturjournalisten an der Uni München stellen auf Cult-Zeitung, der „Onlineausgabe der Kulturzeitung der Bayerischen Theaterakademie“, ihre Theaterkritiken online – aber ist das ein Blog? Das beste europäische Uni-Blog, auf das ich gestoßen bin, hat der niederländische Medienphilosoph Geert Lovink bereits 2006 mit Studierenden entwickelt: Masters of Media, ein Research Blog.

Wer suchet, der findet, auch in Deutschland. Die Anglistin und Historikerin Gaby Mahlberg (Universität Potsdam, HU Berlin) bloggt und twittertHelga Hansen, Studierende der Zellbiologie und Journalistin, betreibt den Unifunk an der Universität Osnabrück, der sich auch als Blog versendet. Cornelius Puschmann, Anglist an der Universität Düsseldorf, macht seine Gedanken zugänglich über eine Feed-Seite, mit Twitter, neuem und altem Blog. Schließlich versammelt Lars Fischer auf Scilogs verschiedenste Wissenschaftsblogs.

Über all diese Projekte und Erfahrungen möchten wir gerne auf der re:publica mit Interessierten und „Betroffenen“ sprechen. Unser Workshop, so er denn ins Programm der Konferenz aufgenommen wird, stellt universitäre Web 2.0-Projekte in den USA, Großbritannien und in Deutschland vor und fragt nach dem Verhältnis informeller Netz-Genres wie Blogs zu klassischen Fachpublikationen. Wir suchen mit den Teilnehmern nach Strategien, wie Universitäten die sozialen Medien stärker nutzen könnten, um den Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Gesellschaft zu verbessern. Mit dem Workshop starten wir ein Auch-Akademiker-tun-es-Blog, damit nach der Konferenz weiter über das Thema diskutiert werden kann.

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Startschuss in Duisburg

Samstag, 3. Oktober 2009
Mobiles Internet 1

Die Wand des Lehmbruck Museums (Zentrum für Internationale Skulptur) in Duisburg...

Mobiles Internet 2

... trägt ein 2-D-Grafitti zum Thema "mobiles Fernsehen und Internet".

Wie schön ist Duisburg! Besonders angetan hat es mir dieser Alt-BRD-Charme von „der preiswerte mediterrane Grieche“ über den Bierkeller „Schacht 4/8“ zum „Bauchspeck-Steak“ in der Fußgängerzone. Die erste Konferenz zu Kulturmarketing und Web 2.0, die eben dort am 24. und 25.9. stattfand, die startconference, wurde gerade sogar als Trendmarke 2009 nominiert, herzlichen Glückwunsch. Der Ruhrpott kommt. Viele waren dort: Kommunikationsabteilungsleiterinnen, Journalisten, Media Futuristen, Web Zweinuller, Theatermacher, Studenten, Masseure. Mir ist vor allem aufgefallen, wie groß das Interesse ist, Kultur anders zu kommunizieren. Sehr hilfreich für Anfänger ist übrigens das Vorab-Blog der Konferenz als erste Einführung ins Thema mit Beiträgen von Karin Janner.

Was gibts Gutes?

Am besten lernt man von anderen: (mehr …)

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