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verlass das hotel

Dienstag, 28. September 2010

die mitte ist jetzt ein hotel für touris und bankerpacks.
die hipster ziehen mit der ubahn in den süden, ohne masse. ich lasse
das alte sofa auf der straße stehen. komm, BSR, und lass mich
nicht allein, berliner stadt. reinigung muss sein. sie kommt
mit einem kran, und während ich von ferne schaue,
(du sagst: romantikerin), kracht unser perfekt auf die ladefläche. schrott
wird zu schrott.
nothing will come out of noting. ein obdachloser
schlief eine nacht darauf. eine internationale WG
wollte es als gästebett. aber, sorry, zu schwer.

mein haus ist kein hotel, die stufen meiner treppenpilgerfahrt
zwingen mich, ins helle zu denken, schattenzuboxn. seit 2008
hakt eine mandarinenschale im taubengitter, fad mit grau.
im geiste singt mir da ein meister der stille. summt om. wenn er kniet,
ruft ein mutiger fan hallelujah. die meisten klatschen im takt der videoleinwand,
obwohl sie wissen, es gibt keine erlösung, höchstens die möglichkeit,
mit tieren zu sprechen. nachts besuchen mich fledermäuse,
fliegende gänse, die meine augen suchen, fische, wasserratten,
die an meinen schuhen knabbern. tags umschwirren mich
meine gedanken wie mücken, und ein spatz kommt vorbei,
um die gerichte meiner mutter zu probieren.

fazit dieser erfahrung:

ich bin nicht unicef, ich war nie unicef.
dieser text kostet nichts außer ein herzklopfen.

….

tom bresemann, rery maldonado und ich lesen neue texte am freitag, 30. september, in der spukkommune. im rauchhaus. dort stellen sich alternative veröffentlichungsplattformen vor: editorial vox, milena caserola, el asunto und los superdemokraticos. organisiert von ausias.

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