Über die Projektemacherei

Sehr kurzer Versuch einer Aufwertung des Wortes „Projekt“, das mich, wie bestimmt viele andere, sehr nervt, aber ich finde einfach kein anderes

The building of Babel was a right project; for indeed the true definition of a project, according to modern acceptation, is, as is said before, a vast undertaking, too big to be managed, and therefore likely enough to come to nothing.

Der Turmbau zu Babel war ein echtes Projekt; denn die richtige Definition eines Projekt lautet, wenn man der modernen Bedeutung folgt: eine Riesenunternehmung, zu groß, um angeleitet zu werden, mit größter Wahrscheinlichkeit nicht umsetzbar.

Daniel Defoe, Autor von Robinson Crusoe, definiert in seinem „Essay Upon Projects“, Projekte eher so wie Luftschiffe, unerreichbare Traumgebilde, großartige Ideen, die in ihrer Gigantomanie anregen, die andere Sichtweisen zulassen, und die, wenn sie nur zu einem kleinen Grade vollendet würden, bereits einen bestimmten Missstand verbessert hätten. So gesehen, liest sich diese zunächst eher pessimistischen Definition als eine zukunftsweisende, humanistische. Die britische Designerin und Post-Punkerin Vivienne Westwood behauptete 2005 in einem kurzen Meinungstext Ähnliches: Denken für sich, an sich kann die Welt verändern. Es sei produktiver als das ständige Konsumieren. In ihren eigenen Worten:

Meine Botschaft ist sehr kompliziert. Im Wesentlichen sage ich den Menschen: „Wenn ihr nicht fernseht, erfahrt ihr euer eigenes Leben. Schaltet aus! Sitzt einfach nur da und macht nichts.“ Eine schwierige Botschaft.

Wer ein Projekt angeht, plant, eventuell teilweise vielleicht, egal, umsetzt, der muss reflektieren, vergleichen, strukturieren, einen Ansatz entwickeln, eine Position finden, der muss sich hinsetzen und seine Gedanken fassen, ein Thema finden, eine Lücke, ein offenes Feld.

Yeah, let’s go outside. To meet the inside.

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1 Kommentar zu „Über die Projektemacherei“

  1. Weselne, sagt:

    slubne

    Über die Projektemacherei

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